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Ausgabe September / Oktober 2020

Fachliteratur- Tipps aus dem Dachverband

 

Halloween: Leuchtende Gespenster (klein & groß 10/20 S. 5)

„Selbst gestaltete Gespenster-Laternen bringen auch Kinderaugen zum Leuchten! Dazu saubere Einmach- bzw. Marmeladengläser (ohne Etiketten oder Aufdruck) 1x rundherum mit Mullbinde umwickeln und das Ende festkleben. Dann selbstklebende Wackelaugen anbringen, ein Teelicht in das Glasinnere stellen und anzünden: Schon strahlen die Gespenster-Leuchten um die Wette!“

 

Anders ist ganz normal: Anti- Bias-Ansatz – vorurteilsbewusste Erziehung (TPS 8/20, S. 36 ff)

„Vielfalt bietet Chancen. Doch das Fremde kann auch Angst machen und zu Ausgrenzungen führen. Wie können wir Kinder in der Kita dabei unterstützen, Vorurteile zu hinterfragen und sich gegen Diskriminierung einzusetzen?“ (S.36) Als eine gute Möglichkeit wird der Anti-Bias-Ansatz für eine vorurteilsbewusste Erziehung vorgestellt: „Das englisch Wort Bias bedeutet Voreingenommenheit. Der Anti-Bias-Ansatz ist ein pädagogisches Konzept, das in Kalifornien entwickelt wurde und im Rahmen des Projekts Kinderwelten für die Verhältnisse in Deutschland adaptiert wurde. Der Anti-Bias-Approach setzt auf die bewusste Auseinandersetzung mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten und gleichzeitig auf eine deutliche Positionierung gegen Vorurteile, Diskriminierung und Einseitigkeiten. Die Methode setzt an persönlichen Erfahrungen an.“ (S. 37)

  1. „Identität der Kinder stären

Im Betreuungsalltag bietet sich hierfür an, allen Kindern mit der wertschätzenden Grundhaltung nach Carl Rogers zu begegnen. (…)

  1. Vielfalt aktiv erlebbar machen

Um für Kinder eine Erfahrungswelt der Vielfalt zu schaffen, eignen sich (…)interkulturelles Spielzeug, Vielfaltsbilder und entsprechende Kinderbücher (…) Als interkulturelles Spiel- und Medienmaterial bieten sich dunkelhäutige Spielpuppen, Spielpuppen mit schmalen Augen oder auch Puppen mit Handicap, Steinspiele aus Afrika wie Bao oder das Wurfspiel Ngoli sowie Bücher wie „Rosa Parks“ von Lisbeth Kaiser an. Auch Memoryspiele, die Vielfalt thematisieren“ – z.B. das Familienspiel von „Betrifft Kinder“ – „und Poster mit Darstellungen von Kindern dieser Welt (…) sind (…) Ideen, um die Vielfalt in den Betreuungsalltag zu holen.

  1. Kritisches Denken fördern

Der Anti-Bias-Ansatz hat zudem das Ziel, Kinder zum kritischen Denken über Vorurteile, Einseitigkeit und Diskriminierung anzuregen. So sollten im Betreuungsalltag, beispielsweise im Sitzkreis, Ausgrenzungsmomente und Ungerechtigkeiten angesprochen und pädagogisch thematisiert werden. Auch begleitete Rollen- und Theaterspiele, in denen die Kinder in unterschiedliche Rollen- und Reaktionsmuster schlüpfen dürfen, helfen dabei, Ausgrenzungen erfahrbar zu machen.

  1. Aktiv gegen Unrecht vorgehen

Durch die aufeinander aufbauenden Ziele des Ansatzes haben die Kinder das Selbstbewusstsein und das Wissen, um diskriminierende Situationen zu erkennen und aktiv dagegen zu werden. Sie sollen letztendlich dazu befähigt werden, sich selbst zur Wehr zu setzen oder auch Hilfe zu holen, wenn sie erkennen, dass andere Kinder ausgegrenzt werden.“ (S. 38)

 

Die Corona-Krise und ihre Folgen
(Editorial KiTa aktuell 9.2020 verfasst von Herausgerberin Petra Stamer-Brandt, S. 197)

„Da Kitas und Grundschulen wochenlang ganz geschlossen waren und erst (sehr) langsam und stufenweise wieder öffneten, wurde den Kindern lange Zeit die Möglichkeit genommen, mit anderen Kindern Kontakt aufzunehmen und mit ihnen zu spielen, Dinge zu lernen und zu erfahren, die man im Elternhaus und durch die Betreuung von Großeltern nicht lernen kann und die Neugier in einer Weise zu befriedigen, die am besten durch ausgebildete Pädagogen/ Pädagoginnen initiiert werden kann. Es wurden Rettungspakete für Großkonzerne geschnürt und dafür gesorgt, dass Fußballspiele wieder stattfinden und übertragen werden können noch bevor Kitas und Spielplätze wieder geöffnet wurden. Für mich stellt sich die Frage, ob sich der Bildungsort Kita überflüssig macht. In der „Zeit“ (29.04.2020, S. 28) äußert sich die Bildungsökonomin C.K. Spieß wie folgt: „Über die Kita reden wir doch nur noch, wenn es um die Notbetreuung geht“ und in dem Artikel wird von der Redaktion die Frage gestellt, wo eigentlich die Erzieherinnen gerade bleiben: „Sie sind geradezu verschwunden. (…) Rächt sich nun, dass wir beim Ausbau der Kitas immer nur über Zahlen und Plätze geredet haben?“ Sind die Kinder, die zur systemrelevantesten Gruppe überhaupt gehören, tatsächlich in Vergessenheit geraten? Werden Kinder in Krisenzeiten nur noch am Rande wahrgenommen? Schrittweise haben Eltern und Fachleute (Wissenschaftlerinnen) begonnen Druck zu machen. Eine erste Studie, die darauf hinweist, dass Kinder offensichtlich nicht zu den „Treibern“ der Pandemie gehören wurde im Juni veröffentlicht und die Öffnungszeiten der Kitas wurden wieder ausgeweitet. Nachdem insbesondere Politiker darauf hingewiesen haben, dass Kinder Hygieneschutzbestimmungen nicht einhalten können, habe ich von meinem 3-jährigen Enkel gelernt, wie ich richtig Hände waschen muss. Das hat er in der Kita gelernt – so viel zu den Fähigkeiten von kleinen Kindern und deren Pädagogen/ Pädagoginnen. Aus Norwegen konnten wir hören, dass die Ministerin Erna Solberg Kinder und Jugendliche eingeladen hat, mit ihr gemeinsam kreative Ideen für ihr Leben in Corona Zeit zu entwickeln. Später bedankte sich Solberg bei den Jungen und Mädchen. Sie könne schließlich nicht alleine auf das Land achtgeben. Dafür brauche sie die Kinder. Solche Signale habe ich hier bei und leider nicht gehört. Gilt es erst die Lufthansa und dann die Kinder zu schützen? Wer entwickelt künftig vorausschauende Konzepte für den Umgang mit Notfallsituationen? Ich fürchte, wir werden uns darauf einstellen müssen, mit Krisen, wie wir sie jetzt erleben, leben zu müssen. Bereiten wir uns darauf vor und helfen wir vor allen Dingen den Kindern stark zu werden auch für ein Leben in Krisenzeiten. Ich hoffe Sie bleiben gesund und tragen die Ideen, die Sie sicher in den letzten Wochen bereits entwickelt haben, in die Welt. Das wünscht sich Ihre Petra Stamer.“

 

Kinderrechte ins Grundgesetz: Erklärvideo Kinderrechte (klein & groß 10/20 S. 4)

„Die Rechte von Kindern werden in Deutschland nicht ausreichend berücksichtigt. Die mangelnde Berücksichtigung der Interessen von Kindern im Zusammenhang mit COVID-19 hat dies erneut vor Augen geführt. Deshalb gehören Kinderrechte ins Grundgesetz. Warum das so wichtig ist, zeigt ein Erklärvideo des Aktionsbündnisses Kinderrechte (UNICEF, Deutscher Kinderschutzbund, Deutsches Kinderhilfswerk in Kooperation mit der Deutschen Liga für das Kind).“

www.vimeo.com/420564612

 

THEMENTICKER –Kita aktuell 7-9.2020: Eltern-Fachkräfte-Kinder: Zusammenarbeit vor Ort gemeinsam gestalten – Sexuelle Bildung in der Kita – Was steckt hinter gelingender Elterninformation und Ereignismanagement? – Stressfaktoren in der Kita – Verantwortungsübernahme durch Schutzkonzepte – Wie Sie Dienstbesprechungen effektiv gestalten; klein&groß 7-9/20: Interkulturelle Projekte – Spielidee: das Tier des Jahres – Aus Müll mach Kunst – Wie klingt das Herbstblatt? – Team: Kultur der Anerkennung; TPS 6-8/ 20: Raus in die Natur – Alles im Wandel – Eltern – wie wir sie ins Boot holen können

(zusammengestellt von Tanja Bräsen)

 

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