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 „Der kleine Wortschatz“ Fachliteratur- Tipps aus dem Dachverband

Die aktuellen Zeitschriften,auf die sich die Literaturhinweise beziehen,liegen im DV aus.                    

Ausgabe September / Oktober 2022

Fachliteratur- Tipps aus dem Dachverband

 

Die Kita in Zahlen: Beteiligung von Kindern (KiTa aktuell 7-8.2022, S. 8)

Kinder haben ein Recht auf Beteiligung. Doch wie sieht es im Alltag aus? Werden die Signale der Kinder wahr- und ernstgenommen? Die BiKa-Studie hat die Partizipationsmöglichkeiten von Kindern in 3 unterschiedlichen Alltagssituationen untersucht.

Spielen

Lesen

Essen

Spielen ist eine wichtige Form des Lernens. Mit 74% bietet das freie Spiel die meisten Partizipationsmöglichkeiten.


90% der Kinder haben die freie Wahl, mit wem sie spielen.

87 % der Kinder entscheiden, was sie spielen.

76% der Kinder haben die Wahl, wo sie spielen.

17% der Kinder werden gefragt, ob die Fachkraft mitspielen kann.


Bei Lesesituationen konnten Kinder 69% der Partizipationsmöglichkeiten nutzen.


90% der Kinder können entscheiden, ob und wann sie sprechen.

78% der Kinder können entscheiden, ob sie mitmachen möchten.

12% der Kinder können entscheiden, wann umgeblättert wird.

11% der Kinder werden gefragt, wann das Vorlesen stattfinden soll.

Essenssituationen sind in vielen Kitas stark strukturiert und ritualisiert. Mit nur 39% ist die Partizipations-möglichkeit der Kinder am geringsten.


76% der Kinder entscheiden, ob sie etwas kosten.

45% der Kinder bestimmen über Rituale mit.

20% entscheiden, ob und wann sie vom Tisch aufstehen.

17% der Kinder können sich ihr essen selbst nehmen.



64% der Fachkräfte sind Partizipation gegenüber positiv gestimmt. 29% der Fachkräfte stehen Partizipation pessimistisch und 7% sogar seht pessimistisch gegenüber.

Quelle: BiKa-Studie


Gezielte Sprachförderung in der Kita: Broschüre „Sprachprofi werden“ (klein&groß 07-08.2022, S.4)

In sechsjähriger Zusammenarbeit entwickelte die Berliner Stadtbibliothek Spandau und zehn Spandauer Kitas gemeinsam mit dem Sven-Walter-Institut ein Programm zur Verbesserung der Sprachkompetenz von Kindern im Alter von 1-3 sowie 4-6 Jahren. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem mit EU-Mitteln geförderten Sprachprojekt „Sprachprofis“ dokumentiert eine Broschüre, die auf der Website der Kinder- und Jugendbibliothek Spandau zum kostenlosen Download zur Verfügung steht.


Unterstützung für traumatisierte Kinder: Elternratgeber Flüchtlinge ((klein&groß 07-08.2022, S.4)

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat für Eltern geflüchteter Kinder einen Ratgeber herausgegeben, der erklärt auf welche Weise sie auf ihre traumatisierten Kinder reagieren können, um diesen bestmöglich zu helfen. Der Ratgeber steht im Internet auf Deutsch, Ukrainisch, Russisch, Englisch, Arabisch, Persisch und Kurdisch zur Verfügung und ist nach Altersgruppen – Kleinkinder, Vorschulkinder, Schulkinder und Jugendliche – sortiert und abrufbar.

www.elternratgeber-fluechtlinge.de


„Flieg, Kindlein, flieg“ im TPS- Themenheft: Adultismus: Das Ungleichgewicht der Macht (TPS 9/22, S. 16)

„Dafür bist du noch zu jung“ – ein kleiner Satz mit großer Wirkung. Wenn Erwachsene Kinder kleinreden, schadet das ihrem Selbstwertgefühl. Der Blick auf die eigene Biografie kann helfen, den Kindern ihre Macht zurück zu geben:

Impulsfragen für das Team: Die Macht der Erwachsenen – was hat sie mit mir gemacht?

  • Wie haben Sie das Thema Macht in Ihrer Kindheit erlebt?

  • Wie haben Sie sich dabei gefühlt?

  • Was haben Sie als Kind getan, wenn Erwachsene so mit Ihnen umgegangen sind?

  • Was haben Sie damals gedacht, warum oder mit welchem Ziel Erwachsene so handeln?

  • Wie denken Sie heute darüber, wo Sie selbst erwachsen sind?

  • Gab es Vorsätze, die Sie als Kind in solchen Situationen gefasst haben, wie Sie einmal als ErwachseneR sein möchten?

  • Gelingt es Ihnen heute, diesen Vorsätzen entsprechend zu handeln?

Hilfreich für einen Umgang mit Kindern, in dem die eigene Macht kritisch reflektiert wird, sind folgende Impulse aus Siegel, Daniel; Bryson, Tina (2013): Achtsame Kommunikation mit Kindern:

  1. Zuwendung: Sich in verbaler und in Körpersprache mit dem Kind verbinden und sich ihm so zuwenden.

  2. Gefühle: Das Kind dabei unterstützen, seine Gefühle zu benennen, um besser mit ihm umgehen zu können. Name it, tame it: Benenne es, um es zu bändigen.

  3. Begegnung: Das Kind in stressvollen Situationen zum Nachdenken, Planen und Entscheiden einladen, satt wütend zu werden.

  4. Entscheidungen: Das Kind dabei unterstützen, eigene Entscheidungen zu treffen.

  5. Bewegung: Starken Emotionen, wie Wut, ein Ventil verschaffen und Bewegungsmöglichkeiten anbieten.

  6. Erinnern: Sich immer wieder mit dem Kind gemeinsam an unterschiedliche Ereignisse und Begebenheiten erinnern.

  7. Vergänglichkeit: Wolken der Emotionen vorbeiziehen lassen und Kindern damit zweigen, dass auch schwierige Emotionen wie Wut, Trauer und Angst kommen und gehen.

  8. Wahrnehmung: Mit den Kindern darüber sprechen, was im Innern geschieht, und sie durch Fragen tiefer in ihre (Körper-) Empfindungen führen. Mit Krippenkindern anfangen bewusst die Atmung wahrzunehmen, mit älteren Kindern kleine Achtsamkeitsübungen durchführen.

  9. Freude: Positive und erfüllende Erfahrungen ermöglichen, viel lachen und witzige Momente nutzen, um eine Verbindung zu schaffen.

  10. Konflikte: Bei Krippenkindern Konflikte als Chance für Beziehungsfähigkeit betrachten und sich emotional verbinden; älteren Kindern helfen, die Perspektive des Gegenübers einzunehmen, und lernen, auch im Konflikt respektvoll zu bleiben.


(zusammengestellt von Tanja Bräsen)


 



 



 


 


 


 


 


 


 


 


 


 


 




 



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