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 „Der kleine Wortschatz“ Fachliteratur- Tipps aus dem Dachverband

- Die aktuellen Zeitschriften, auf die sich die Literaturhinweise beziehen, liegen im DV aus.-

Ausgabe August 2017

Fachliteratur- Tipps aus dem Dachverband

 

Alle zusammen – Über den Aufbau des Netzwerkes „Frühe Hilfen“                        (klein&groß 07-08/17, S. 52 ff)

„Frühe Hilfen“ – dieser Begriff wurde in den 1970er Jahren geprägt und wird unter anderem in der Kinder- und Jugendhilfe verwendet. In den letzten Jahren wurde er neu geprägt und zwar in Zusammenhang mit Prävention zum Schutz der Kinder von null bis drei Jahren. Die Bundesinitiative „Frühe Hilfen“ bildet lokale und regionale Systeme in Form von Netzwerken auf kommunaler Ebene. „Hierbei werden Multiplikatoren und Fachkräfte vernetzt, die mit Eltern und Kindern bis zu drei Jahren beruflich zu tun haben. Dazu gehören unter anderem Fachleute aus der Kinderhilfe, der Schwangerschaftsberatung, der Frühförderung, der Erziehung und dem Gesundheitswesen.“ (S. 52)

Der Aufbau des Netzwerkes wird von einem Koordinator, der durch die Kommune bestimmt wird – initiiert. Er hält die Fäden zusammen. „Er fördert und organisiert die Zusammenarbeit aller mitmachenden Einrichtungen und Einzelakteure. Zu letzteren können Selbstständige wie z.B. Kinderärzte, Tagesmütter, Pädagogen, Hebammen, aber auch Ehrenamtliche gehören. Die Akteure werden angeschrieben, in Gesprächen und/oder Informationsveranstaltungen informiert und instruiert. Der Koordinator bündelt das Wissen über alle Angebote und stimmt mit den Akteuren alle Angebote aufeinander ab. So wird eine umfassende Beratung von Familien ermöglicht, wo sie welche Hilfe konkret finden.“ (S. 52)

(…) „Eltern erfahren in der Regel über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kommune oder Stadt von dem neuen Netzwerk. Wie so etwas aussehen kann, das zeigt das neue Familienzentrum der Gemeinde Wallenhorst in Niedersachsen beispielhaft. Die dortige Netzwerkkoordinatorin ist hauptberuflich Gleichstellungsbeauftragte des zuständigen Landkreises und das Familienzentrum ist an eine der örtlichen Kindertagesstätten angegliedert. Dessen Räumlichkeiten boten mehr Platz, als nachmittags genutzt werden kann.“(S. 52)

„Seit November 2016 läuft das Netzwerk „Frühe Hilfen“ in den 21 Kommunen des Landkreises und der Stadt Osnabrück. Jede Kommune hat ihre eigene Struktur und ihre eigenen Bedürfnisse. Es gibt sowohl ländliche als auch städtische Gemeinden, welche mit vielen Alleinerziehenden oder welche mit mehr Menschen mit Migrationshintergrund. Die Aufgabe der Familienzentren und des Netzwerkes ist es, Schwellenängste abzubauen und Eltern klar zu machen, dass es bezüglich der Kinder keine dummen, sondern nur wichtige Fragen gibt. So wissen z.B. viele Menschen – auch Akademiker – oft nicht, dass man Babys nicht schütteln darf. „Viele Eltern wissen nicht, dass es schädlich für Milchzähne ist, wenn die Kinder stundenlang am Schnuller nuckeln. Dabei werden die Milchzähne quasi abrasiert,“ so Dr. Brigitte Brunner-Strepp, Zahnärztin des Gesundheitsdienstes für Landkreis und Stadt Osnabrück. Zweck des Netzwerkes „Frühe Hilfen“ ist es alle Akteure, die mit kleinen Kindern arbeiten, zusammen zu bringen. Wer sich als Eltern mit Kleinkindern unsicher fühlt, ist hier richtig. Auch persönliche Sorgen rund ums Kind können angesprochen werden. Es gibt zwar viele Erziehungs- und Familienratgeber, aber ein haltgebendes Gespräch gibt oft mehr Sicherheit.“
(S. 53)


Trotz starkem Ausbau: Kitas stehen vor Fachkräftemangel (KiTa aktuell 07-08/17, S. 146)

Der Arbeitsmarkt der Kindertagesbetreuung hat ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht: Zählt man die Erwerbstätigen in der Kindertagespflege dazu, erreicht die Zahl der pädagogisch Beschäftigten in der Kindertagesbetreuung inzwischen 615.000 Personen. Damit arbeiten in der frühen Bildung fast genauso viele pädagogisch Beschäftigte wie Lehrkräfte im gesamten allgemeinbildenden Schulwesen. In den kommenden Jahren ist von einem weiteren Wachstum auszugehen. Trotz günstiger Beschäftigungsbedingungen und ebenfalls noch steigender Ausbildungszahlen, ist in der frühen Bildung ein Fachkräftemangel zu erwarten. Das sind zentrale Ergebnisse des Fachkräftebarometers Frühe Bildung 2017:

Beschäftigungsbedingungen sind günstig wie nie

Der Teilarbeitsmarkt Frühe Bildung hat sich deutlich besser entwickelt als der Gesamtarbeitsmarkt. Die Frühe Bildung ist damit aktuell eine der zuwachsstärksten Branchen. Die Arbeitsverhältnisse sind stabil. Zwar ist der Anteil der befristet Beschäftigten höher als auf dem gesamten Arbeitsmarkt, dennoch kommt es verhältnismäßig selten zu Entlassungen. Die Reallöhne sind angestiegen. Die Arbeitslosenquote in der Frühen Bildung hat zugleich einen neuen Tiefstand erreicht.

Kita-Fachkräfte: weiblich, in Teilzeit, ausgebildete Erzieherin

Der starke Personalausbau hat die Zusammensetzung der Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen kaum verändert: Der Männeranteil ist nur gering gestiegen. Veränderungsresistent ist auch das Qualifikationsgefüge sowie das Verhältnis von Voll- und Teilzeitbeschäftigung.

Ausbildungskapazitäten auf hohem Niveau beginnen zu stagnieren.

Das Ausbildungssystem der Frühen Bildung ist stark ausgebaut worden. Zusammengenommen sind die Zahlen der Anfängerinnen und Anfänger an Berufsfachschulen, Fachschulen und Hochschulen um 43% gestiegen. Das starke Wachstum ist jedoch vorerst beendet.

Fachkräftemangel zeichnet sich ab

Bis 2025 werden voraussichtlich 260.000 neu ausgebildete Fachkräfte in die Frühe Bildung einmünden. Da durch Geburtsanstieg, die Zuwanderung geflüchteter Familien und die anhaltend starke Nachfrage nach weiteren Plätzen für unter 3-jährige noch deutlich mehr Personal benötigt wird, ist in den nächsten Jahren mit einem gravierenden Fachkräftemangel zu rechnen.

Modernisierung notwendig

Bisher präsentiert sich der Arbeitsmarkt Frühe Bildung als Frauenarbeitsmarkt mit geringer Akademisierung, hohen Teilzeitquoten und geringen Aufstiegschancen. Um für Nachwuchskräfte attraktiv zu sein, muss sich der Arbeitsmarkt stärker für akademisch Qualifizierte öffnen und berufliche Entwicklungsperspektiven bieten, die den komplexen pädagogischen Management-Aufgaben angemessen sind. Auch Personen mit Migrationshintergrund sowie Männer bilden ein Potenzial für mehr Fachkräfte. Professionalisierung und Spezialisierung der Beschäftigten sind Möglichkeiten, die Qualität in den Einrichtungen zu verbessern. Dazu bedarf es durchlässiger und anschlussfähiger Ausbildungsformate, die eine Höherqualifizierung ermöglichen – ausgehend von den Qualifizierungskursen für die Kindertagespflege bis hin zum Hochschulstudium.

Fachkräftebarometer Frühe Bildung

Das Fachkräftebarometer Frühe Bildung liefert auf Basis amtlicher Daten ausführliche Informationen über Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbssituation sowie Ausbildung und Qualifizierung in der Frühpädagogik. Die zweite Ausgabe ist im Sommer 2017 erhältlich.“(S.146)



THEMENTICKER –Kita aktuell 07-082017: Der kindliche Umgang mit zeit – Bildung für Kinder – Traumata bei Kindern; klein&groß 107-08/17:Kunterbunte Feste – Erziehungspartnerschaft - Lärmprävention; Betrifft Kinder 06-07/17: Inklusion betrifft alle – Wege des Wassers – Astrid Lindgren

(zusammengestellt von Tanja Bräsen)



 



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