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Ausgabe Juni / Juli 2019

Fachliteratur- Tipps aus dem Dachverband

 

Buchempfehlung:Sexualentwicklung von Kita-Kindern (Bettina Langer, Die kleinen Hefte,Cornelsen)

Insgesamt kann ich euch die Reihe der „kleinen Hefte“ aus dem Cornelsen Verlag ans Herz legen. Für kleines Geld (7,99 €) werden wichtige Informationen sehr verständlich in Kürze dargestellt, so dass sie für ErzieherInnen einen schnellen Einstieg in ein Thema bieten oder auch in der Zusammenarbeit mit Eltern eine gute Gesprächsgrundlage sein können. Dabei sind sie immer von einer wertschätzenden, am Kind orientierten Haltung geprägt. Die Reihe beinhaltet Themen wie Trotz-/Autonomiephase, Abschied von der Windel, Schlaf und weitere. Neu erschienen ist „Sexualentwicklung von Kita-Kindern“. „Mit diesem Ratgeber können Sie die Verlegenheit, die mit dem Thema verbunden ist, überwinden und kindliche Sexualität als wichtigen Bestandteil der Entwicklung begreifen – auch im Sinne der Prävention sexueller Gewalt. Sie erfahren, wie sie eine sexualfreundliche Erziehung bewusst gestalten können: Körpererfahrung und Sauberkeitsentwicklung, Selbstwertgefühl, Gefühle, Gender, Toleranz und Grenzsetzung spielen dabei eine zentrale Rolle.“ (Cornelsen-Verlag Buchvorstellung)

 

„Janusz Korczak: Ihr müsst ein bisschen Angst um das Kind haben“
(TPS spezial: Freiheit aushalten, S. 20 ff)

Was hat sich Janusz Korczak nur dabei gedacht, als er das Recht des Kindes auf den Tod gefordert hat? Der Theologe Joachim Dietermann nimmt uns mit auf eine Reise durch die Gedankenwelt des polnischen Arztes und Pädagogen: „ Es ist Janusz Korczak, der radikal mit der herrschenden Meinung bricht, das Kind habe noch keinen Anspruch auf die volle Achtung als Mensch, und der für die Rechte der Kinder eintritt. Bereits 1918, also vor über einhundert Jahren, fordert er die Magna Charta Libertatis, die große Urkunde der Freiheit, als Grundgesetz für das Kind. Damit legt Janusz Korczak bereits einen Grundstein für die, viele Jahre später, im Jahr 1989 ausgerufenen Kinderrechte der Vereinten Nationen. Janusz Korczak hat drei Kinderrechte formuliert:

  1. Das Recht des Kindes auf den Tod.

  2. Das Recht des Kindes auf den heutigen Tag.

  3. Das Recht des Kindes, das zu sein, was es ist.

Das dritte Recht bedeutet die Aufforderung an die Erwachsenen, das Kind leben zu lassen und ihm zu dem Recht zu verhelfen, Kind zu sein. Das zweite Recht ermahnt die Erziehenden, den Augenblick des Kindes zu achten und das Kind nicht immer wieder auf ein Morgen zu vertrösten. Denn: „Warum sollte das Heute des Kindes schlechter und wertloser sein als sein Morgen?“(SW4, S. 49) Demgegenüber ist das Recht des Kindes auf den Tod in seiner Radikalität überaus irritierend. Mit erschließt sich dieses Recht erst aus der Erklärung Korczaks: „Aus Furcht, der Tod könne uns das Kind entreißen, entreißen wir das Kind dem Leben; wir wollen nicht, dass es stirbt, und erlauben ihm deshalb nicht zu leben.“ (SW 4, Seite 49). Es geht hier aber gar nicht um den Tod, es geht um das Leben in seiner Fülle. Das Recht auf den Tod ist die Zuspitzung der beiden anderen Rechte. Es ist zu verstehen als die konsequente Forderung nach Eigenständigkeit und Selbstbestimmung. Durch seine Berufserfahrung als Kinderarzt lernte Korczak in der Warschauer Bürgerschaft viele Kinder kennen, die in übermäßiger Hygiene und mit sterilen Spielsachen aufwuchsen, in ihrer Isolation jedoch nicht genügend Erfahrungen sammeln konnten. Janusz Korczak schreibt: „Dagegen scheint mir wahr zu sein, dass die Chancen für eine einigermaßen gelungene körperliche Entwicklung und geistige Selbstständigkeit umso ungünstiger sind, je mehr der Gedanke an einen möglichen Tod des Kindes die Mütter aus wohlhabenden Kreisen erschreckt.“ (S. 21)

Online-Geschichte des Kindergartens und seiner Pädagogik (KiTa aktuell 5.2019, S. 98)

Von Friedrich Fröbel bis zur antiautoritären Kinderladen-Bewegung, von den Anfängen der Montessori-Pädagogik bis zu Geschichte des Kindergartens im Nationalsozialismus oder in der DDR.
„In mittlerweile 75 Beiträgen bietet Manfred Berger auf dem Portal des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung historische Einblicke in die Entwicklung des Kindergartens und seiner Pädagogik.“ (S. 5) Alle Beiträge sind unter www.nifbe.de/fachbeitraege/autorinnen-der-fachbeitraege?view=author&id=42

 

Vorgestellt: Spiel „Wortschatzräuber Lexikus“ (Cornelsen Verlag)

Schon des Namens wegen möchte ich euch dieses Kartenspiel kurz vorstellen: In zehn verschiedenen Spielvorschlägen können Kinder hier spielerisch ihren Wortschatz erweitern und begreifen Zusammenhänge zwischen verschiedenen Wörtern. An sich findet Sprachentwicklung aus meiner Sicht natürlich vor allem durch sprachbegleiteten Alltag und das freie, kindliche Spiel statt. Wenn es aber um aktive Wortschatzerweiterung geht kann ein Spiel sicherlich motivieren – wenn man es nicht als Training missinterpretiert.

 

 

Online-Portal: Wie das Ankommen geflüchteter Kinder in Kita, Hort und Grundschule gelingt   (KiTa aktuell 5.2019, S. 98

„2016 reagierte die Stiftung Haus der kleinen Forscher schnell auf den Hilferuf aus Kitas, Horten und Grundschulen: Wie können wir geflüchteten Kindern ein gutes Ankommen in einer Einrichtung ermöglichen? Mit dem digitalen „Service-Portal Integration“ (…) baute die Stiftung in kurzer Zeit ein umfangreiches Informationsangebot auf. (…) Die Website (www.integration.haus-der-kleinen-forscher.de) bietet (…) einen umfangreichen Fundus an Informationsmaterialien, Praxisideen, Experteninterviews, Hintergrundartikeln, Linksammlungen und ganz praktische Unterlagen wie übersetzte Formulare oder alltagstaugliche Übersetzungshilfen.“ (S. 98)

 

 

„Happy Birthday, kleine Raupe Nimmersatt!“ (klein&groß 06/19, S. 5)

„Die gefräßige Raupe, die sich im Laufe eines Bilderbuches durch Kuchen, Süßigkeiten, Obst und Gemüse frisst und schließlich satt wird, feiert ihren 50. Geburtstag. 1969 erschien „The Very Hungry Caterpillar“ in den USA und in Deutschland und lässt seitdem kleine und große Leser an ihrer Reise teilhaben. Denn schließlich wird die kleine Raupe Nimmersatt zu einem wunderschönen Schmetterling. Und es gibt noch einen Geburtstag: Ihr Schöpfer, der Grafiker und Illustrator Eric Carle (*1929) wird 90 Jahre! „Ich nehme an, die meisten Kinder können sich mit der hilflosen, kleinen Raupe identifizieren und sie freuen sich darüber, wenn sich die Raupe in einen wunderschönen Schmetterling verwandelt. Ich denke, darin steckt eine Hoffnungsbotschaft: Ich kann auch groß werden. ich kann meine Flügel (meine Talente) auch ausbreiten und in die Welt fliegen“, so Eric Carle.“ (S.5)

Vielfältige Ideen zu der kleinen Raupe Nimmersatt findet ihr auf der Verlagsseite des Buches: www.gerstenberg-verlag.de

Zu diesem Anlass verlost klein&groß 3 x das Kochbuch der kleinen Raupe Nimmersatt. Mitmachen kann man unter www.oldenbourg-klick.de/gewinnspiele/raupe

 

 

THEMENTICKER –Kita aktuell 5.2019/3.2019: Den Raum aus Kindersicht betrachten – Funktionsräume als Bildungsoase – Kitaorganisation in der digitalen Arbeitsgesellschaft; klein&groß 06/19: Ich-Buch: Portfolio – Selbstwirksamkeit: ich schüttle und es rasselt – Eine Wetterstation bauen – Elterngespräche: interkulturell informieren; TPS 5/19: Mitreden und gehört werden: Arbeitsalltag und Arbeitsbedingungen aktiv gestalten; TPS spezial: Freiheit aushalten: Grenzen erleben und daran wachsen.

(zusammengestellt von Tanja Bräsen)

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