DACHVERBAND
..DACHVERBAND intern
... wir sind
... unsere Angebote
... Termine 2017
... unser Team
- Leihbücherei
- Leihzeitschriften
- Kleiner Wortschatz
Juli 2016
September 2016
Oktober 2016
November 2016
Januar 2017
Februar 2017
April 2017
Juni 2017
Juli 2017
- Verleih Sportgerät
- Verleih Sachmittel
Impressum
Kontakt
Rechtl. Grundlagen
Freie Betreuungspl.
Stellenbörse
KINDERGRUPPEN
BETREUTE GRUNDSCHULE

 

Ausgabe Juli 2016

Hier kann ICH sein – anregende Raumgestaltung (klein&groß 07-08/16, S. 16ff)

„Räume haben eine Sprache; eine Wirkung auf diejenigen, die die Räume nutzen. Bildungsräume in der Kita sind davon nicht aufgenommen. Also ist es an der Zeit, den Einflussfaktor Raum zu beachten und die eigenen Bildungsräume in der Kita zu reflektieren!“ (S. 16), startet Kariane Höhn ihren Fachartikel zum Oberthema dieser Ausgabe von klein&groß: Gestaltung von Räumen und Gärten. Kariane Höhn ist Sozialpädagogin und freiberufliche Kommunalberaterin. Sie hat in den vergangenen 20 Jahren in Baden-Württemberg über 30 Bauvorhaben von Sanierung bis Neubauten aus Betreibersicht fachlich begleitet, u.a. als Abteilungsleiterin in der Stadt Reutlingen von 2003 – 2015. Als Fachreferentin bietet sie Fortbildungen und Teambegleitung zur Raumqualität an.

(www.kariane-hoehn.de)

„Sicher erinnern Sie sich an eine Situation, in der Sie an einem für Sie fremden Ort einen Raum betreten haben, in dem Sie sich sofort wohlgefühlt haben: eingeladen einzutreten, zu verweilen oder zu wandeln, vielleicht auch tätig zu werden. Warum ist das so? Lesen Sie im Folgenden die Faktoren anregender Raumgestaltung.

Wesentliche Kriterien der Wirkung der Räume sind…

  • ihre Organisation im Gebäude: Flure und Räume miteinander in Beziehung setzen;

  • ihre Grundrissorganisation: ist der Raum rechteckig, hat er stumpfe oder spitze Winkel, einen Erker oder zwei Ebenen?

  • ihre Beschaffenheit: welche Oberflächen finden wir, mit welchem Material sind Fußboden und Wände gefertigt und in welcher Farbe gestaltet?

  • ihre natürliche und künstliche Belichtung und Belüftung: das Schaffen eines Raumklimas;

  • ihre Ausstattung: was an loser Möblierung und Materialien wie im Raum engagiert ist. (vgl. Höhn 2010)“ (S. 16)

Im weiteren Verlauf des Artikels konkretisiert Kariane Höhn dies im Hinblick auf Kita-Räume:

„ Kita, das ist die Summe aus Außenraum und Innenraum, aus Zwischenräumen und Zeiträumen. Alles für die Entwicklung eines Kindes Relevante vollzieht sich im und mit Raum und Zeit. Wollen wir den Rahmen für frühkindliche Bildung gelingend gestalten, ist der Raum und alles, was dazu gehört, ein wesentlicher „Gelingensfaktor“. Die Verhaltensbiologen Haug-Schnabel und Bensel stellen fest: „Die Raumqualität beeinflusst das Verhalten der Kinder. In Einrichtungen mit klar definierten Aktivitätsbereichen (z.B. durch unterschiedliche Boden- und Deckenhöhen, differenzierte Beleuchtung) waren die Kinder explorationsfreudiger, engagierter in entwicklungsfördernden Aktivitäten, weniger ablenkbar, konzentrierter. Außerdem zeigten sie mehr kooperatives und weniger konkurrenzbetontes Verhalten“ (Bensel/Haug-Schnabel 2015).“ (S. 17)

Der Raum ist der Rahmen, in dem Begegnung und Interaktion stattfindet. Denn ein vorbereiteter Raum bestimmt die Interaktion entscheidend mit

  • zwischen dem Kind und der Erzieherin

  • in der Gruppe der Kinder und

  • zwischen Erzieherin und der Gruppe der Kinder.

Bildungs-Räume müssen so beschaffen sein, dass sie die Entwicklungsthemen und Bedürfnisse derjenigen beantworten, die aktuell darin tätig sind. Das setzt regelmäßige Beobachtung voraus.

Beobachtungen

  • der Handlungen der Kinder;

  • der Materialien, die sie bevorzugt verwenden und die sie zurücklassen;

  • der Raumbereiche, die sie nutzen und die sie ungenutzt lassen;

  • die Raumbereiche, in denen sie sich bewegen;

  • die Raumbereiche, in die sie sich zurückziehen, innhalten;

  • die Bereiche, in denen ein Kind mal alleine ist;

  • die Bereiche, die sie gern in Gruppierungen aufsuchen, usw.“ (S. 17)(…)

„Wir alle haben „blinde Flecken“ bezogen auf die Räume, in denen wir immer arbeiten und die wir selbst gestaltet haben. Es sind unsere Räume; wir haben sie uns zu eigen gemacht, wir fühlen uns in ihnen wohl. Und andere? Laden Sie ihre neue Praktikantin ein oder machen Sie mit dem Team folgende Übung:

Sie versetzen sich in die Rolle eines Kindes an seinen ersten Tagen. Am besten erkunden „die Neuen“ auf Knien oder auf einem Rollbrett mit den Augen auf 85cm Höhe, vielleicht machen Sie von Raum zu Raum Notizen. Berichten Sie im Team von Ihrer Reise; beschreiben Sie, was Sie entdeckt haben:

  • Erstaunliches/ Neues

  • Ansprechendes

  • Befremdliches

Kombinieren Sie Ihre Auswertung mit den Entwicklungsthemen und – bedürfnissen der Altersgruppe, aus deren Perspektive Sie die Raumerkundung unternommen haben. Und dann? Vergessen Sie nicht die Konsequenzen abzuleiten.

  • Was sollten wir beibehalten?

  • Was wollen wir ändern? Wieso?

  • Bis wann macht wer was?

  • Und an was wollen wir messen, dass sich die Raumqualität verbessert hat?“ (S. 19)

 

Quereinsteiger willkommen (Betrifft KINDER 06-07/16, S. 6ff)

Vom Chemieingenieur zum Erzieher? Wie geht das? Anstatt über die Gemeinsamkeiten zu grübeln lädt die Redaktion von Betrifft Kinder dazu ein, den Blick auf die Vielseitigkeit und den enormen Erfahrungsschatz zu lenken, den QuereinsteigerInnen in die Kita einbringen. „ Eben deshalb, weil sie aus so unterschiedlichen Berufen kommen, bereichern quereinsteigende SängerInnen, WerkzeugmechanikerInnen, und MediengestalterInnen den Kita-Alltag. Canan Korucu-Rieger und Sandra Schulte von der Koordinationsstelle „Chance Quereinstieg/ Männer in Kitas“ haben für Betrifft KINDER herausgefunden, was SeiteneinsteigerInnen zum Berufswechsel bewegt und wie der Wechsel von Staat und Institutionen unterstützt wird.“ (S.3)

Ich möchte euch die zwei Fachartikel zu diesem Thema aus diesem Heft sehr empfehlen! Im kleinen Wortschatz nun ein paar O-Töne der QuereinsteigerInnen:

„Das waren immer die schönsten zehn Minuten am Tag, wenn ich meine Tochter in die Kita gebracht habe. Da habe ich mir gedacht: Mach doch einfach das zum Beruf, was dir Spaß macht.“ (Buchhalterin, S. 7)

„Jetzt habe ich reguläre Arbeitszeiten, besser als Koch, wo ich nachts und spätabends gearbeitet habe“ (Quereinsteiger mit 2-jährigem Kind, S. 8) „Ich bin der allererste Mann in der Kita. Für die Erzieherinnen ist das Neuland.“ (Umweltingenieur S. 11) „ Als ich an einem Casting für eine Bierwerbung teilgenommen habe, habe ich mir gedacht: Das ist nicht das, wofür du angetreten bist“ (Schauspieler, S. 7)- „Ich habe immer gemerkt, so richtig angekommen bist du nicht. Und wirklich, mit 43 habe ich das Gefühl, endlich das Richtige zu machen.“ (Fachinformatiker, S. 9)

 

THEMENTICKER: KiTa aktuell 07-08/16:Kompetenzorientierte Gestaltung der Fort- und Weiterbildung – Betriebliches Gesundheitsmanagement – Flüchtlingskinder in der Kita – nur ein Pseudo-Problem? – Hürden beim Berufseinstieg von Kindheitspädagoginnen in die Kita ; klein&groß 07-08/2016:Klettern, matschen, entdecken – Mandalas ganzheitlich erleben – Adäquate Fahrradparkplätze für Kitas – Foto-workshops mit Kita-Kindern ; Betrifft Kinder 06-07/16: Qualität aus Sicht einer Stiftung – Zu Besuch bei einem Spielzeugdesigner – Feste der Religionen: Ramadan – ein generationsübergreifendes Projekt: Gefunden und verloren; TPS-Themenheft: Demokratisches Handeln

(zusammengestellt von Tanja Bräsen)

 

Dachverband der Eltern-Kind-Gruppen Kiel e.V. .......Telefon: 0431- 568711...... Fax: 0431- 8886984
www.dachverband-kiel.de / mail: buero@dachverband-kiel.de