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Ausgabe Januar 2018

Fachliteratur- Tipps aus dem Dachverband

 

Inklusionsexperte Prof. Dr. Ulrich Heimlich: „Spiel ist mehr als eine Methode“

(KiTa aktuell 12/17, S. 242)

„Im Spiel erschließen sich Kinder die sozialen und kulturellen Aspekte der Welt, die sie umgibt. Sie wählen unterschiedliche Rollen, handeln Regeln aus und setzen Themen. Je nach Ausgestaltung durch die frühpädagogischen Fachkräfte erlaubt das Spiel den Kindern, differenzierte Fähigkeiten autonom auszubilden und hat deshalb wesentlichen Einfluss auf die kindliche Entwicklung. Dabei birgt Spiel ein großes, inklusives Potenzial. Wie man dieses Potenzial freisetzt, erklärt Prof. Dr. Ulrich Heimlich in einer neuen WIFF-Expertise „Das Spiel mit Gleichaltrigen in Kindertageseinrichtungen. Teilhabechancen für Kinder mit Behinderung“. Die Expertise finden Sie unter: www.weiterbildungsinitiative.de/publikationen/details/data/das-spiel-mit-gleichaltrigen-in-kindertageseinrichtungen/

Im Interview gibt er einen Einblick in das Thema. Das Interview finden Sie unter: www.weiterbildungsinitiative.de/index.php?d=1971

Quelle: WIFF-Newsletter, September 2017“

 

Starke Kinder durch Kultur – Von Selbstwirksamkeit zum Selbstbewusstsein               (Betrifft Kinder 11-12/17, S. 12 ff)

Starke Kinder sind gewünscht, aber sind wir auch bereit, sie auszuhalten? Der Kulturpädagoge Max Fuchs beschreibt, warum wir dazu bereit sein und Kinder schon früh darin unterstützen sollten, Verantwortung zu übernehmen.

„Zurzeit läuft ein großes Förderungsprogramm für kulturelle Bildung, bei dem das Bundesbildungsministerium unter dem Motto „Kultur macht stark“. (…) Auf den ersten Blick leuchtet das Motto ein, denn man kennt aus Kinder- und Jugendbüchern viele starke Figuren: Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter, die vier jugendlichen Detektive von TKKG zum Beispiel. Es geht um Kinder und Jugendliche, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, die sich gegen Ungerechtigkeit wehren, ja die Ungerechtigkeiten sogar versuchen aufzuklären, die anderen zugefügt wurden. Dieses Bild junger Heldinnen und Helden war überfällig, denn lange genug hatte man ein eher problematisches Verhältnis zu Kindern. Kindheit musste, so der französische Historiker Phillippe Aries, erst erfunden werden, denn man konnte sich in früheren Zeiten kaum leisten, auf die Arbeitskraft der Kinder zu verzichten. Später hat man dann Kinder entweder als kleine Erwachsene oder als defizitäre Wesen betrachtet. (…) Im Hinblick auf die Persönlichkeitsrechte war es ein längerer Entwicklungsprozess, bis Kinder überhaupt in den Geltungsbereich der Menschenrechte aufgenommen wurden.“ (S. 12). Durch die Menschenrechtskonventionen wurde Kindern das Recht auf Beteiligung und Selbstbestimmung zugesprochen. „Auch Kinder haben demnach ein Selbstbestimmungsrecht. Sie müssen z.B. im Falle einer Scheidung gefragt werden, bei welchem Elternteil sie leben möchten. Kinder haben mit wachsendem Lebensalter zunehmend rechtlich zugesicherte Entscheidungsbefugnisse, etwa über die Frage der Religionszugehörigkeit. In rechtlicher Hinsicht kann also durchaus gesagt werden, dass starke Kinder gewollt sind. Doch ist dies in der Praxis immer der Fall? Jede Mutter und jeder Vater kennen im Verlauf des Heranwachsens der Kinder die berühmt-berüchtigten Trotzphasen. (…) Wir alle wissen – auf der theoretischen Ebene – dass solche Phasen (…)bei der Entwicklung der Eigenständigkeit dringend notwendig sind und dennoch fällt es uns oft nicht leicht, in diesen Phasen die richtige Form der Unterstützung zu finden und anzubieten.“ (S. 13) Starke Kinder lösen bei Eltern und Erzieher/innen nicht nur Begeisterung aus. „Doch untersucht man etwas genauer, was diese Stärke ausmacht, dann stößt man relativ schnell auf die Disposition, Widerstand leisten zu können – und damit eine höchst wünschenswerte Kompetenz. Diese Erkenntnis ist nicht neu und wird aktuell heftig in Theorie und Praxis unter dem Begriff Resilienz diskutiert.“ (S.13)

Im Folgenden beschreibt Fuchs die Notwendigkeit, auf Widerstände zu reagieren als etwas, dass nicht einer bestimmten Phase (Autonomiephase) zuzuordnen ist, sondern Widerstandsfähigkeit vielmehr etwas ist, was uns Menschen täglich abverlangt wird. Haben wir die Kompetenz der Widerstandsfähigkeit – sind also starke Erwachsenen und starke Kinder – so trägt die stark dazu bei, dass wir glücklich und gesund bleiben. Kinder entwickeln diese Stärke, wenn sie die Möglichkeit erhalten, sich selbst auszudrücken und selbstwirksam zu sein. Ein guter Rahmen hierfür ist das Erproben und Erleben der eigenen Kreativität, das eigene ästhetische Handeln. „Vor diesem Hintergrund macht der Slogan (…) „Kultur macht stark“ zur Förderung einer umfassenden ästhetischen Praxis im pädagogischen Kontexten Sinn. Nur in einer anregungsreichen Umgebung können Kinder ihre Begabungen finden und entwickeln und spielerisch und kreativ die Welt erobern. (…)“ (S. 14) Starke Kinder mögen zunächst anstrengender sein, aber sie werden die selbstbewussten und kompetenten Erwachsenen, die es braucht, damit die nächste Generation Verantwortung für die Herausforderungen unserer Zeit in die Hand nimmt. „Die Einübung einer solchen Verantwortungsübernahme kann nicht früh genug beginnen und die ästhetische Praxis ist für diese Prozesse ein hervorragendes Übungs- und Experimentierfeld“ (S.14“

 

2016: Anstieg der Verfahren zur Kindeswohlgefährdung um 5,7 %                                   (KiTa aktuell 12/2017, S. 242)

„Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2016 rund 136.900 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, bedeutet dies einen Anstieg um 5,7 % gegenüber dem Vorjahr. Von allen Verfahren bewerten die Jugendämter 21.600 eindeutig als Kindeswohlgefährdung („akute Kindeswohlgefährdung“). Hier gab es gegenüber 2016 einen Anstieg um 3,7 %. Bei 24.200 Verfahren (+0,1%) konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung). In rund 46.600 Fällen (+8%) kamen die Fachkräfte des Jugendamtes zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber ein weiterer Hilfe- und Unterstützungsbedarf vorlag. In fast ebenso vielen Fällen (44.500) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf festgestellt (+7,8%). Die meisten der rund 45.800 Kinder, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Zeichen von Vernachlässigung auf (61,1 %). In 28, 4% der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Etwas seltener (25,7%) wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 4,4% der Fälle von Kindeswohlgefährdung festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich. Die Gefährdungseinschätzungen wurden in etwa gleich häufig für Jungen und Mädchen durchgeführt. Kleinkinder waren bei den Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls besonders oft betroffen. Beinahe jedes vierte Kind (23,2%), für das eine Verfahren durchgeführt wurde, hatte das 3. Lebensjahr noch nicht vollendet. 3- bis 5-jährige Kinder waren wie im Vorjahr von einem Fünftel (19,4%) der Verfahren betroffen. Kinder im Grundschulalter (6 bis 9 Jahren) waren mit 22,7% beteiligt. Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefährdungseinschätzungen ab: Kinder im Alter von 10-13 Jahren hatten einen Anteil von 18,7% an den Verfahren, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) nur noch 16,0 %. A, häufigsten machten Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam, und zwar bei 22,1 % der Verfahren. Bei 12, 9% kamen die Hinweise von Schulen und Kindertageseinrichtungen, bei 11, 6% waren es Bekannte oder Nachbarn. Gut jeden zehnten Hinweis (10,4%) erhielten die Jugendämter anonym. Quelle: Statistisches Bundesamt“

 

Kindeswohlgefährdung: Lernwerkstatt Kinderschutz (klein&groß01/18, S. 4)

„Die Lernwerkstatt Kinderschutz ist eine frei zugängliche, webbasierte Lernplattform zum Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung, die grundlegende Kompetenzen zum Thema Kindeswohlgefährdung sowie zum gesetzlich geregelten Auftrag gemäß &8a SGBVIII ermöglicht. www.lernwerkstatt-kinderschutz.de

 

THEMENTICKER –Kita aktuell 12.2017Fachschulen als Impulsgeber – KiTa 2030 - Partizipationskitas; klein&groß 12/17:Achtsamkeit in der Kita –Frühpädagogik im Iran – Lernraum Wickeltisch; Betrifft Kinder 11-12/17: Partizipation gesucht – Kinder als Akteure – Räume entdecken

(zusammengestellt von Tanja Bräsen)

 

Dachverband der Eltern-Kind-Gruppen Kiel e.V. .......Telefon: 0431- 568711...... Fax: 0431- 8886984
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