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Ausgabe Januar / Februar 2022

Fachliteratur- Tipps aus dem Dachverband

 

TPS Themenheft: Warum wir Freunde brauchen (1/2022, S. 5)

Reflexionsfragen: Wie wir auf Freundschaften schauen

  • Was macht für uns persönlich Freundschaft aus?

  • Was macht für uns die Freundschaft zwischen Kindern aus?

  • Wie verhalten wir uns, wenn wir Freundschaften zwischen Kindern kritisch betrachten?

  • Woran erkennen wir, dass Kinder befreundet sind?

  • Wie unterstützen wir die Kinder, Freundschaften einzugehen?

  • Wie unterstützen wir Kinder, wenn sie Streit mit Freunden haben?

  • Welches Vorbild wollen wir für Kinder sein?

 

Raum fürs Innere Kind – Spiel als Kraftquelle (Betrifft Kinder 11-12/2021, S. 6 ff)

„Spielen als eine aus den eigenen Bedürfnissen heraus selbst gewählte Tätigkeit ist wie kaum eine andere dazu prädestiniert, Innere-Kind-Anteile wie Fantasie, Bewegungsfreude, Begeisterungsfähigkeit, Ausdauer, Neugierde und den Wunsch nach Gemeinschaft zu reaktivieren, zu stärken und nachzunähren. Das bringt eine neue Lebendigkeit in das Erwachsenenleben, das viel zu häufig durch Stereotype definiert und geprägt ist. Die Faszination, uns im Spiel immer wieder neu zu entdecken und lebendig zu fühlen, fördert unsere Kreativität, unsere Gesundheit und innere Balance und hebt unserer Interaktion mit Kindern auf Augenhöhe. Ein Plädoyer der Expertin für personenzentrierte Spieltherapie Sabine Weinberger zur Erweckung unseres Inneren Kindes:
Im Spiel lebt unsere Neugier zur Welt auf. Kinder öffnen sich diesen Erfahrungsraum leicht und wann immer möglich. Spielen ist ihre erste Natur. Eine biologische Notwendigkeit. Wie essen und trinken. Dass sich wesentliche Variablen des Lern- und Leistungsverhaltens spielerisch entwickeln ist inzwischen durch neurobiologische Erkenntnisse untermauert. Im Spiel- und damit meine ich jede Form des Selbstausdrucks – erarbeiten sie sich die Welt und verarbeiten – insbesondere in den sogenannten „Als-ob“-Handlungen – Eindrücke und Erlebnisse. In ihrem Tempo.

Ich spiele, ich falle Der vierjährige Paul war von einer Schaukel gestürzt. Er hatte neben Abschürfungen an den Beinen und Armen eine kleine Gehirnerschütterung davongetragen und war wochenlang nicht zu bewegen, sich auf eine Schaukel zu setzen, um zu schaukeln oder geschaukelt zu werden. Dann aber stapelte er im Kindergarten Polster zu einem kleinen Hügel. Er legte eine Matte vor die aufeinandergestapelten Polster, kletterte auf die Erhöhung und sagte „Ich spiele, ich falle.“ Tatsächlich ließ er sich ganz langsam von der Erhöhung auf die weiche Matte fallen, kletterte danach mit Schwung wieder auf den kleinen Hügel und wiederholte das Spiel mit viel Spaß. Als die anderen Kinder das mitbekamen machten sie sein „Ich falle“ nach. Dann griff Paul ein weiteres Polster, machte den Hügel noch höher und spielte wieder „Ich falle!“ Mehrmals wurde das wiederholt, bis Paul und die anderen Kinder sich wieder anderen Spielen zuwandten. Die Erzieherin berichtete mir später: „Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, Paul weiß genau, was er will, deswegen habe ich da nicht eingegriffen. Am Wochenende darauf war er mit den Eltern und seinem zwei Jahre älteren Bruder auf einem Spielplatz. Dort kletterte er von sich aus auf eine Schaukel und fing an zu schaukeln, als wäre nie etwas vorgefallen.“ (S.6)

Den Alltag durchbrechen Nicht nur für Kinder ist das freie Spiel der Königsweg, emotional belastende Erfahrungen zu verstehen, einzuordnen und zu bewältigen. Auch wir Erwachsene finden über das Spiel zu uns selbst und zu unseren Ressourcen, um den Herausforderungen und Widrigkeiten des Lebens erfolgreich zu begegnen. Erfahrungsräume zu öffnen, in denen der Weg das Ziel ist, fällt uns jedoch weniger leicht. Um uns mit der Kraftquelle Spiel – für uns selbst oder in der Interaktion mit einem Kind – zu verbinden, müssen wir vor allem eins: innehalten. Im Unterschied zu Ablenkung durch Konsum jeglicher Art oder durch rasche Informationsaufnahme rund um die Uhr bringt uns Entschleunigung in Kontakt mit uns selbst – mit dem spielenden Kind in uns.“ (S. 7) (…) „Das „Wie“ entscheidet Freies Spiel entsteht aus einer eigenen Dynamik. Statt ein voran festgelegtes Ergebnis anzustreben, erleben wir einen Austausch zwischen äußerem Gestalten und innerem Abgleich: Da muss etwas mehr helle Farbe rein, die Form muss etwas geschwungener sein, die Materialien passen gut zusammen etc. Dies alles geschieht von allein. Wir verlieren das Gefühl für die Zeit. Aus der Faszination am Tun können sogenannte Flow-Erlebnisse entstehen, „sich-selbst-vergessendes“ Tun. Das geschieht beim Malen, Gestalten, Dichten, beim Spiel mit Farben, Worten und Musik oder beim neugierigen Erforschen der Natur oder technischer Geräte. Entscheidend ist unser Sich-Einlassen, das Sein ganz im Moment, im „Hier und Jetzt“ sein. Für die Faszination Spiel ist nicht relevant, was wir tun, sondern wie wir es tun. Freies Spiel können wir üben und bereits beim Üben erleben. Jederzeit und überall.“ (S.8)

 

Lustige Knautschgesichter (klein&groß 01.22, S. 4)

Wie es uns im neuen Jahr wohl gehen wird? Verschiedene Gesichtsausdrücke, Gemütszustände und Launen darstellen – das gelingt mit den lustigen Knautschgesichtern! Benötigt werden Luftballons, Salz oder feiner Sand, ein Trichter und ein wasserfester Stift. Zuerst die unaufgeblasenen Ballons flach auf eine Malunterlage legen und jeden Ballon mit einem Gesicht bzw. unterschiedlichen Gesichtsausdrücken bemalen. Dann mit dem Trichter Salz oder Sand in die Ballons füllen und diese fest zuknoten. Jetzt können die Knautschgesichter nach Lust und Laune geknetet, geformt und modelliert werden.

 

Kita-Aktionsprogramm startet: 20 Mio. Euro für Angebote zur Stärkung von Kindern und Maßnahmen zur Entlastung von Kita-Personal und Kindertagespflegepersonen

(KiTa aktuelle 1.2022, S.1)

KIEL. Die Corona-Pandemie hatte in den zurückliegenden Monaten große Auswirkung auf die Teilhabe und Entwicklung von Kindern, besonders bei den Angeboten der frühkindlichen Bildung und Betreuung. Vor diesem Hintergrund hat die Landesregierung ein Kita-Aktionsprogrammmit Fördermitteln von 20 Millionen Euro für die Jahre 2021 bis 2023 aufgelegt. Ziel des Programms ist es, die durch die Corona-Pandemie besonders belasteten Kinder zu unterstützen. Mit dem Kita- Aktionsprogramm so Einrichtungsträgern und Kindertagespflegepersonen ermöglicht werden, Kinder in sozialer, emotionaler, kognitiver und motorischer Hinsicht zusätzlich zu fördern und während der Corona- Pandemie zum Teil entstandene Defizite wieder auszugleichen. Zudem werden mit dem Förderprogramm Maßnahmen berücksichtigt, die zur Entlastung und Stabilisierung der Mitarbeitenden und Kindertagespflegepersonen beitragen. Staatssekretär Dr. Matthias Badenhop betont: „Mit diesem Programm stärken wir die Startchancen für die jüngsten Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner auch in Zeiten der Corona-Krise und helfen ihnen, die Pandemie und ihre Folgen auch in sozialer und emotionaler Hinsicht zu überwinden.“ Über die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe erhalten die Einrichtungsträger und Kindertagespflegepersonen weitere Informationen zur Antragstellung. Das Antragsverfahren ist einfach und unbürokratisch gestaltet, damit das Geld schnell dort ankommt, wo es gebraucht wird. Gefördert werden Angebote und Maßnahmen wie z.B. Sport- und Bewegungsangebote, Unterstützung beim Übergang Kita-Schule, Psychosoziale Unterstützung, Sprachförderung sowie Freizeit- und Ferienangebote für Kinder und ihre Familien. Darüber hinaus können für Mitarbeitende und Kindertagespflegepersonen Maßnahmen zur Stabilisierung und Unterstützung der Teams bzw. Kindertagespflegepersonen gefördert werden. Dazu gehören Teamsupervision, Coaching und weitere teambildende Maßnahmen sowie zusätzliche personelle Unterstützung in den Kindertageseinrichtungen durch u.a. Fachkräfte und kompetente, fachfremde Personen. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Anzahl der betreuten Kinder.

Die Förderrichtlinien finden sich hier:

www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/K/kindertageseinrichtungen/downloads/Richtlinie_KiTa-Aktionsprogramm_2021-2023.html

(zusammengestellt von Tanja Bräsen)

Dachverband der Eltern-Kind-Gruppen Kiel e.V. .......Telefon: 0431- 568711...... Fax: 0431- 8886984
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