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Ausgabe April / Mai 2019

Fachliteratur- Tipps aus dem Dachverband

 

Portal für Medienpädagogik und Gewaltprävention: WISSEN-HILFT-SCHÜTZEN.DE        (klein&groß 05/19, S. 5)

„Kinder und Jugendliche wachsen in der digitalen Welt auf und bewegen sich selbstverständlich in ihr, doch auch dort laufen sie Gefahr, sexualisierter Gewalt zu begegnen oder sie zu erleben. Um das zu verhindern, brauchen sie Unterstützung und Schutz – beides Aufgaben, die sie nicht allein bewältigen können. Pädagogische Fachkräfte, aber auch Eltern sind hier gefragt. Auf dem Webportal WISSEN-HILFT-SCHÜTZEN.DE besteht Zugang zu Informationen, Materialien und Angeboten, die in der pädagogischen Arbeit zum Thema „Schutz vor sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien“ genutzt werden können.“

 

Elterngespräche: zwischen Tür und Angel (klein&groß 02-03/19, S. 27 ff)

Ein wichtiger Teil der Erziehungspartnerschaft mit Eltern findet in Tür- und Angelgesprächen statt. Kommunikationstrainerin Ulrike Lindner hat in diesem Artikel eine „Checkliste Tür-und Angelgespräche“ zusammengestellt, die zur Reflexion im Team einlädt:

  • „Vermeiden wir andere Termine zur Hol- und Bringzeit, damit Zeit für die informellen Gespräche bleibt?

  • Begrüßen und verabschieden wir die Eltern genauso aufmerksam wie die Kinder?

  • Behandeln wir alle Eltern mit der gleichen Offenheit und Wertschätzung, so dass persönliche Favoriten oder Cliquenbildung nicht auftreten?

  • Sprechen wir auch diejenigen Eltern immer wieder an, die von sich aus den Kontakt nicht suchen?

  • Gelingt es uns, durch Körpersprache und Blickkontakt Zugänglichkeit zu signalisieren?

  • Schaffen wir es, uns abzugrenzen, und Inhalte, falls nötig, in andere Formen von Elternarbeit umzuleiten?

  • Wie geht jede einzelne Kollegin/jeder Kollege mit Tür- und Angelgesprächen um? Welche gemeinsamen Schlüsse lassen sich im Team fassen?(S. 29)

 

Keiner kommt mehr zu spät (TPS 2/19, Themenheft Tagesabläufe, S. 32 ff)

Einer Kita im Taunus gelingt es, mit kleinen Veränderungen im Tages- und Wochenverlauf, die Brüche im Alltag zu reduzieren. Die Leiterin dieser Einrichtung berichtet, in welcher Weise Kinder und Erwachsene davon profitieren und warum aus einem alten Tisch eine Kunstausstellung wird:

„Zeit ist heute ein kostbares Gut. In unserer schnelllebigen Welt, gefüllt mit Reizen für Augen und Ohren, ist es schwierig, sich Zeit zu nehmen, um nach innen zu schauen. Gerade für unsere Kinder nimmt die fremd bestimmte Zeit zu. Es gibt oft einen genauen Zeitplan, der durch Erwachsene stark strukturiert ist. Neben den festen Zeiten zum Aufstehen und Essen, die Kinder wenig beeinflussen können, sind sie auch durch Programme der Erwachsenen zur Förderung und Bildung in ihrer freien Zeitgestaltung sehr eingeschränkt. Obwohl wir seit vielen Jahren das Konzept der offenen Arbeit in unserer Kita leben, waren auch unserer Kinder vielen Brüchen am Tag ausgesetzt, die sie aus ihrem Spiel holten und eine große Unruhe in die Kita brachten. Morgens fing es schon damit an, dass alle auf den täglichen Morgenkreis warteten und einige Kinder gar nicht zu spielen anfingen, weil sie wussten, sie müssten ihr Spiel gleich wieder abbrechen. Manche Kinder und Eltern schafften es nicht, pünktlich bis 9:00 Uhr in die Kita zu kommen. Diese Kinder mussten dann die Tür zu der Morgenkreisgruppe öffnen, wo alle schon saßen und warteten. Hier stellten wir uns immer wieder die Frage: Ist unserer Konzeption richtig, wenn es Kinder in solch eine unangenehme Situation bringt? Nach dem Morgenkreis konnten sich die Kinder den einzelnen Bereichen zuordnen. Aber schon bald war Raus-geh-Zeit. Das Zeitfenster der Kinder für ihre Tätigkeiten in den Bereichen war dadurch klein. Diese und andere Brüche im Tagesverlauf wurden von Erwachsenen gesetzt und die Kinder hatten wenig Einfluss darauf. So machten wir uns im Team auf den Weg, um das Konzept der offenen Arbeit für unsere Einrichtung neu zu definieren.“ (S: 33) „Auf Grundlage des hessischen Bildungsplans und der Broschüre „Gut gelebter Alltag“ vom Zentrum Bildung der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau überprüften wir unsere Haltung zum Kind und die Struktur unseres Alltags und formulierten folgende Ziele:

  1. Wir wollen, dass die Kinder im Mittelpunkt stehen, dass wir ihren Spuren und Themen folgen und mit ihnen arbeiten.

  2. Wir wollen sie stärken und unterstützen, damit sie sich für ihre Rechte und die anderer einsetzen können.

  3. Wir wollen den Kindern zeigen, dass persönliche Freiheit immer auch verknüpft ist mit Verantwortung für einen selbst und für die Gemeinschaft.

  4. Wir wollen, dass unsere Kita ein Ort ist, der von den Kindern gestaltet werden kann und an dem sie sich wiederfinden und sich wohl fühlen.

  5. Wir wollen mit den Kindern unserer Kita einen guten Lebensalltag gestalten.

Zuerst veränderten wir die Zeiten der Morgenkreise. Montags und freitags treffen sich um 11:00 Uhr die jeweiligen Kinder mit ihren Bezugserzieherinnen.“ (S. 34) So wird mit den Kindern gemeinsam die Woche begonnen und abgeschlossen, Projekte gemeinsam geplant und Rückblick gehalten. In der übrigen Zeit hält jede Erzieherin zu ihren Bezugskindern intensiven Kontakt. Alle können am Morgenkreis teilnehmen, niemand kommt mehr zu spät. „Die Reduzierung der Morgenkreise auf zwei Tage bewirkt, dass die Kinder ein größeres Zeitfenster für die eigenen Themen haben und sich Projekte sehr viel intensiver entwickeln können. Ein Beispiel: Das Malprojekt begann mit der Renovierung unseres alten Maltisches, der ganz verdreckt war und eigentlich schon entsorgt werden sollte. Zuerst wurde die alte Farbe abgetragen und abgeschliffen. Das war die Arbeit von vielen Kindern an vielen Tagen. Gemeinsam wurde überlegt, wie der Tisch später aussehen sollte. Dann wurde der Tisch von den Kindern gestrichen. Diese Aktion animierte die Kinder immer mehr zum Malen und Gestalten. Wir bekamen günstig Leinwände und die Kinder waren voller Experimentierfreude bei ihrer Arbeit.“ (S. 34) Dadurch, dass die Kinder dieses Projekt maßgeblich steuerten, übernahmen sie selbstverständlich Verantwortung, den Arbeitsplatz und das Material in Ordnung zu halten. Die entstandenen Kunstwerke wurden in einer gemeinsam geplanten Ausstellung präsentiert. „Dieses Projekt konnte sich entwickeln, weil den Kindern große Zeitfenster zur Verfügung standen. Sie hatten die Möglichkeit, ihre Themen zu verfolgen.“ (S. 35) Auch andere Projekte wie die Gestaltung der Geburtstage sind entstanden. „Das große Zeitfenster der freien Zeitgestaltung eröffnet allen Kindern viele Möglichkeiten für eigene Erfahrungen, die Schulung der eigenen Fähigkeiten und das Herausbilden der eigenen Kompetenzen. Den pädagogischen Fachkräften eröffnet sich Raum für Beziehungsgestaltung, Lernbegleitung, aber auch für Projekte. Das Klima in unserem Haus ist wertschätzender geworden und hat sich für Kinder und Erwachsene positiv verändert. Das liegt nicht zuletzt daran, dass wir den Jungen und Mädchen Zeit geben: zum Spielen, Lernen und Forschen, Zeit zum Nachdenken, zum Reden und Schweigen und zum Erinnern. “ (S. 35)

 

Gesunde Ernährung mit Genuss: Nährstoffoptimierte Wochenspeisepläne (klein&groß 04/19, S. 4)

„FIT KID – Die Gesund-Essen-Aktion für Kitas“ stellt Kitas nährstoffoptimierte Vierwochenspeisepläne auf Basis des „Qualitätsstandards für die Verpflegung in Tageseinrichtungen für Kinder“ zur Verfügung. Die Rezepte liegen für 1-3-Jährige als auch für 4-6-Jährige nährwertberechnet vor und verbinden Qualität, Genuss und Abwechslung.“

www.fitkid-aktion.de/rezepte/speiseplaene

 

THEMENTICKER –Kita aktuell 2.2019/3.2019: Kita-Datenbank in Schleswig-Holstein – Die digitale Kita – Was sagt der Körper ohne Worte – „Sprach-Kitas“; klein&groß 02-05/19: Gefühlsprojekte in der Kita (Glück) – Kreativ.Räume – Wald und Flur entdecken; TPS 2/19: Tagesabläufe; Betrifft Kinder 01-04/19: Lerngeschichten für Erwachsene – Bewegung und Begegnung

(zusammengestellt von Tanja Bräsen)

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